Anmerkungen zum analogen Reisen
Entdecken Sie die Kunst des Entschleunigens neu.
Kritzeleien, Ticketabschnitte, Polaroids, Postkarten und Listen mit Lieblingsfunden – die wertvollsten Souvenirs, die wir von unseren Reisen mitbringen, sind die Erinnerungen und Erlebnisse. Das Führen eines Reisetagebuchs ist eine Möglichkeit, diese Momente festzuhalten, und unsere charakteristischen blauen Seiten sind dafür die perfekte Grundlage.
Unsere neue Serie„Travel Notes“ beleuchtet diesen persönlichen Prozess gemeinsam mit der Fotografin, Model und Autorin Laura Bailey, die uns einlädt, in ihre Welt einzutauchen. Zwischen den Deckblättern ihres Smythson-Tagebuchs nutzt Laura jede Seite, um die Planung ihrer nächsten Reise zu einem Abenteuer für sich zu machen. Mit Fotos, handschriftlichen Notizen und Inspirationen aus ihren Abenteuern gewährt sie einen Einblick in ein Leben voller Reisen.
Schauplatz dieses ersten Kapitels ist Trancoso, ein unkonventioneller Badeort an der Küste von Bahia in Brasilien. Trancoso, einst ein verschlafenes Fischerdorf, hat sich seinen entspannten Charme bewahrt: farbenfrohe Häuser, kilometerlange tropische Strände, gesäumt von türkisfarbenem Wasser, Kunsthandwerksläden und Restaurants sowie üppiger Regenwald – all das rund um das „Quadrado“, einen weitläufigen, grasbewachsenen Stadtplatz auf einer Klippe mit Blick auf den Atlantik. Es ist ein Ort, an dem die Tage erfrischend gemächlich verlaufen und der, wie Laura es ausdrückt, die seltene Gelegenheit bietet, „mit Stil einen Gang herunterzuschalten“. Für Laura war diese Reise eine lang ersehnte Rückkehr in ein Land, das ihr Herz bereits in den 90er Jahren erobert hatte.
„Die Welt mit meinen Kindern zu erkunden, ist mein größtes und liebstes Abenteuer – Trancoso stand schon lange auf meiner Reisewunschliste, da ich in meinen Zwanzigern in Salvador, Bahia, als Model vor Ort gearbeitet und mich in Brasilien verliebt hatte. Eine meiner engsten Freundinnen (und die Patin meiner Tochter) schickte mir mitten im Winter die beste Nachricht aller Zeiten und machte es möglich, dass im Frühling dieser Zauber für unsere große, moderne Großfamilie Wirklichkeit wurde. Mein ganzes Leben ist ein Action-Abenteuer, aber hier habe ich gelernt, stilvoll einen Gang herunterzuschalten – sei es auf dem Pferderücken oder in einer Hängematte …“
Anstelle eines makellosen Reisetagebuchs offenbaren die Seiten von Lauras „Soho Weekly Diary“ eine vielseitige, facettenreiche Collage ihrer Zeit in Brasilien. Inmitten ihres hektischen Alltags sind die ersten Seiten den praktischen Aspekten der Reise gewidmet – handgeschriebene Packlisten und To-do-Notizen, in denen wichtige Dinge wie „Ladegeräte“ und „Tennissachen“ neben Erinnerungen, „Scrabble“ einzupacken, und den Titeln ihrer Urlaubsleseliste stehen.
Im Laufe der Reise wandelt sich das Tagebuch von Listen und logistischen Details zu einer eher bildhaften Erzählung. Die Seiten sind gespickt mit Schnappschüssen von der Reise – einheimische Flora, Scrabble-Partien und ein Ausritt am Strand –, die alle mit dem Blick eines Fotografen eingefangen wurden. Zwischen diesen Bildern findet sich Raum für kulturelle Neugier: Notizen zu brasilianischen Künstlern wie Djanira da Motta e Silva und Anita Malfatti stehen neben persönlichen Empfehlungen für alles Mögliche, von den besten Apotheken und Hotels vor Ort bis hin zu Tennisclubs und Bars.
Laura Baileys Trancoso
Anhand ihrer handschriftlichen Notizen und Recherchen in ihrem „Blue Pages“-Notizbuch verrät Laura ihre persönlichen Trancoso-Tipps: