Reiseberichte mit Laura Bailey
Zwischen den Seiten des Reisetagebuchs des Fotografen, Schriftstellers und Models.
Der dritte Teil unserer Serie mit Laura Bailey führt uns in die spanische Hauptstadt Madrid, wo wir anhand ihres Reisetagebuchs ein Wochenende in der Stadt verbringen.
Madrid erstreckt sich über die Hochebenen Zentralspaniens und ist eine pulsierende Stadt mit beeindruckender Architektur, sonnendurchfluteten Alleen und einer reichen Kultur. Von den berühmten Kunstmuseen, in denen Meisterwerke von Velázquez, Goya und Picasso zu sehen sind, über die grüne Oase des Real Jardín Botánico bis hin zu den verwinkelten Gassen der historischen Stadtviertel – diese Stadt lässt sich am besten zu Fuß erkunden. Voller Charakter reihen sich jahrhundertealtes historisches Erbe neben ruhigen Bäckereien in den Stadtvierteln, belebten Lebensmittelmärkten und versteckten Tapas-Bars aneinander.
Laura ließ den Alltag hinter sich, um einen seltenen Kurzurlaub mit ihrer besten Freundin zu genießen, und so wurde ihr Aufenthalt in der Stadt zu einer spontanen Mischung aus Kunst, Kultur und ruhigen Momenten – ganz ohne Arbeit, ohne Termine und ohne andere Menschen außer den beiden.
„Ich wohne auf der anderen Seite des Atlantiks, weit weg von meiner besten Freundin, aber wir haben uns versprochen, uns einmal im Jahr zu zweit zu treffen“, erzählt uns Laura. „Unser spontaner dreitägiger Ausflug nach Madrid war eine fröhliche Mischung aus Notizen von Freunden, zufälligen Spaziergängen und diesen Momenten dazwischen, die immer die magischsten sind.“
Gebunden in unserem „Soho Weekly Diary“ bilden Lauras Seiten eine Chronik ihrer Reise. Auf der linken Seite hält ihr Wochenplan die Notizen des Alltags und Packlisten fest, bevor er in Anreisepläne und Recherche notizen zu Tapas-Lokalen, Museumsbesuchen und Hotels übergeht, die auf unserem „Featherweight“-Papier notiert sind.
„Madrid ist ein absolutes Highlight für Kunst- und Feinschmecker, aber der Clou ist, zu versuchen, wie ein Einheimischer zu leben“, erklärt Laura . „Ich bin jeden Morgen früh auf Erkundungstour gelaufen, habe Vintage-Läden und versteckte Gärten aufgespürt und den Tag schließlich mit einem Espresso am SOLO-Kiosk im Mercado de la Paz ausklingen lassen, wo ich ein bisschen geplaudert und mich mit Fremden unterhalten habe.“
An anderer Stelle auf den Seiten entwickeln sich ihre Notizen zu einer vielseitigen Liste aus Entdeckungen, Galeriebesuchen, Postkarten, Fotos und literarischen Empfehlungen für ihre Urlaubslektüre. Vom Spaziergang durch den Botanischen Garten inmitten eines Meer aus regenbogenfarbenen Tulpen bis hin zum Entdecken einer unscheinbaren Picasso-Skizze im Hinterzimmer einer Galerie – das Buch fängt ein Wochenende ein, das ganz im Zeichen von Kunst, Essen und Freundschaft stand.
„Es sind diese unerwarteten Kleinigkeiten, die eine Reise unvergesslich machen“, fügt Laura hinzu, „auch wenn ich immer eine Liste dabei habe.“
Übernachtung: Hotel Único, Hotel URSO
Essen: Sala Cero, Murillo, Calle Cava Baja (Tapas), Ultramarinos Quintin, Alma Nomad Bakery, La Perejila
Getränke: Bar Anxiota, La Bodega de Casanova
Sehenswürdigkeiten: Real Jardín Botánico, Jardines del Campo del Moro, Kloster Las Descalzas Reales, Los Jardines de San Francisco el Grande, Palast La Liria
Kunst: Museo Nacional del Prado, Museo Reina Sofía, Nationalmuseum Thyssen-Bornemisza, CaixaForum
Einkaufen: Flohmarkt „El Rastro“, Mercado de la Paz, Stadtteil La Latina
Leseliste für die Ferien: „Die Hexe“ von Marie NDiaye, „Modern Nature“ von Derek Jarman, „Fallout“ von Eleanor Anstruther, „Splinters“ von Leslie Jamison, „Kingfisher“ von Rozie Kelly, „House of Day, House of Night“ von Olga Tokarczuk