Was ist ein Schreibutensil, das Sie immer und überall in Ihrer Tasche haben?
Ein Panama Notizbuch und ein schwarzer Stift. Egal, wo ich gerade bin – unterwegs, im Meeting oder schreibend im Bett – ich mag es, Sprache jederzeit zum Ausdruck bringen zu können.
Wie verändert das Reisen Ihre persönliche Perspektive? Kommen Ihnen die besten Ideen an neuen Orten oder eher zu Hause?
Reisen löst die festgefahrene Vorstellung davon, wer wir sind. In unbekannten Straßen und Sprachen ordnet sich etwas in uns ganz unbemerkt neu; wir können uns in einer neuen Stadt unerwartet geborgen fühlen – manchmal sogar mehr als an den Orten, die wir lange unser Zuhause nannten. Schreiben entsteht aus dem gleichen Instinkt: etwas genau zu betrachten, sich Gedanken darüber zu machen und den vielfältigen Facetten des Lebens mit Geduld und Neugier zu begegnen. Am meisten Freude bereiten mir Begegnungen und Entdeckungen: die Geschichte, die eine Fassade erzählt, ein Gespräch, das nachhallt, oder ein kultureller Wert, der sich in etwas Kleinem und Alltäglichem offenbart. Reisen schärft die Sinne: Ich höre genauer hin, bemerke mehr. Diese Fragmente werden durch Bewegung gesammelt und durch meine gesteigerte Aufmerksamkeit beginnen sie, eine Struktur von Momenten, Eindrücken und Bedeutung zu formen – eine Landkarte, die sich zu einer Geschichte gestalten, auf der Seite festhalten und über ein einziges Leben hinaus teilen lässt.
Welches Smythson Produkt haben Sie als erstes besessen?
Mein erstes Smythson Stück war neben meiner Sammlung von Panama Notizbüchern ein Schlüsselring aus rotem Leder für die Schlüssel zu meiner ersten Wohnung in London. Ich habe ihn bis heute. Der kleine rote Talisman begleitet mich durch verschiedenste Kapitel und Städte – als Erinnerung an die Orte, an denen ich mich zugehörig fühlte und die Zuhause, die ich für mich schuf, indem ich Meschen einlud, einrichtete und nach und nach Bücherregale mit meinem Leben füllte.
Blaue oder schwarze Tinte?
Schwarze Tinte.
Füllfederhalter, Kugelschreiber oder Bleistift?
Kugelschreiber.
Notizbuch, lose Blätter oder Postkarte?
Notizbuch.
Briefe verschicken oder Tagebuch führen?
Ich mag beides. Ich schicke regelmäßig Briefe an Familie und Freunde und schreibe schon seit dem Alter von zehn oder elf Jahren Tagebuch. Es hilft mir, zu mir selbst zurückzufinden.
Aufbewahren oder Recyceln: Was machen Sie mit alten Tagebüchern und Notizbüchern?
Aufbewahren. Alte Tagebücher sind nicht nur Papier, sondern Nachweise. Nachweise dafür, wer du als Person bist. Was du in deinem Leben gefürchtet, falsch aufgefasst oder auch überstanden hast. Sogar die seltsamen, etwas unangenehmen Seiten spielen eine wichtige Rolle. Sie zeigen die stille Evolution des Seins.
Kritzeleien oder ordentliche Notizen?
Ordentliche Notizen.
Was haben Sie sich als letztes notiert?
Der Körper erinnert sich an Wege und Düfte, Städte hinterlassen ihre Spuren auf der Zunge – ein vorübergehendes Leben in fremden Räumen, in dem die Sprache der einzige Reisepass ist und Träume dich wie Pergament einhüllen.